Wettkampfberichte 2015

Halbmarathon wie geplant gelaufen

35. Country Lauf Halbmarathon - 20.12.2015

Letzter Lauf in der Cross-Serie.

Die äußeren Bedigungen für den Lauf waren hervorragend. Über 200 Läuferinnen und Läufer standen für die Langstrecke an der Startlinie. Immer wieder toll, was für eine Resonanz diese Crosslauf-Serie hat. 

Für den Lauf habe ich mir nichts besonderes vorgenommen. Ein guter solider Lauf im guten 5er Schnitt war mein Ziel. Die Strecke wurde etwas verändert. Dies stellte sich später raus, war eher zu unserem Vorteil. Extrem matschige Streckenabschnitte wurden großzügig umlaufen. Der erste Teil der Strecke plätschert so freundlich dahin, für den zweiten Teil musste die Kampfsau ausgepackt werden. Es ging fleißig rauf und runter. Da ich die Strecken sehr gut vom Training her kenne, hat mein Schnitt nicht wirklich gelitten. Mit einer Zeit von 1:43:16 überquerte ich als vierte Frau die Ziellinie. 

Ergebnis: 1. Platz AK / 4. Platz Gesamtwertung

Solider Lauf am Sandberg

26. Sandberg - Crosslauf in Barrien - 29.11.2015

 

Vor dem Lauf bin ich meiner neuen kleinen Leidenschaft dem Crosser fahren nachgekommen. Die Starts für die Langstrecke sind meist so gegen halb zwölf, da ist noch viel Zeit vor dem Lauf eine schöne Runde im Wald zu drehen. Erst kurz vor Start traf ich in Barrien ein. Schuhe gewechselt und ab an den Start. Unglücklicherweise habe ich mich sehr weit in die Mitte, gefühlt eher am Ende des Starterfeldes einsortiert. Über 160 Starter haben sich zum Sandberg-Crosslauf eingefunden. Nach Startschuss trippelte ich in der Masse so vor mich hin. Die ersten paar hundert Meter waren schön locker weg. Später bei etwas mehr Platz konnte ich in ein solides Tempo wechseln. Nach einiger Zeit überholte ich eine Frau nach der Anderen. Ich ärgerte mich schon etwas, habe ich doch sehr viel Zeit verloren, durch das falsche Einsortieren am Start. Naja beim nächsten Mal geht’s ab in die erste Reihe. Frechheit läuft vor! ;-)

Ich war mit meinem Lauf aber soweit zufrieden. Ich bin als zweite Frau über die Ziellinie gerannt und die Zeit war für den Trainingsstand OK. In ein paar Wochen geht es dann auf die lange Strecke. Der Country-Lauf … mal schauen was da geht.

Ergebnis: 1. Platz AK / 2. Platz Gesamtwertung

 

Schlammschlacht im Waldkater

80. Waldkater - Crosslauf in Melchiorshausen - 15.11.2015

Der Regen hatte mich am Sonntag schon früh aus den Federn geholt. Unablässig prasselte er gegen mein Dachfenster. Der Blick nach draußen verriet, dass es wohl auch so bleiben würde. Normalerweise hätte ich mich aufs Rad geschwungen, aber die Tatsache, dass ich vor Ort schon Pitschnass gewesen wären ließ mich dann doch zum Autoschlüssel greifen. Am Waldkater angekommen, parkten viele Autos schon am Straßenrand. Gut voll – dachte ich. In Regenklamotten stiefelte ich zu der Anmeldung. Zum Warm machen lief ich die Runde einmal durch und war geschockt. Was für eine Matschepampe! Der Waldboden war durch den Dauerregen komplett aufgeweicht. Man rutsche bei jedem Tritt nach links oder nach rechts. Das würde ja was werden. Pünktlich um 11:45 Uhr liefen wir los. So etwas hab ich noch nicht erlebt! Das grenzte schon fast an einen StrongmanRun. Fehlten nur noch die Reifen und die Strohballen zum drüber klettern. Bei jedem Schritt sackte man 10-20 cm ein. Manche Pfützen waren so groß, dass man schon fast hätte durchschwimmen können. Die sechs Runden waren echt hart. Mein Trainingsstand ist noch im Anfangsstadium und so quälte ich mich wie viele Andere einfach irgendwie durch den Lauf. Mit einer Zeit von 43:11 Min überquerte ich die Ziellinie. Ich war echt fertig, aber doch wieder froh so ein „Scheiß“ mitgemacht zuhaben. :-) Bei gutem Wetter kann schließlich jeder laufen!

Ergebnis: 1. Platz AK / 3. Platz Gesamtwertung  

Laufsaison mit neuem Sponsor in Bremen gestartet

11. swb Marathon in Bremen - 04.10.2015

Die letzten vier Wochen waren extrem Sportarm. Nach der langen Tri-Saison brauchte ich erst mal eine Pause. Gelaufen bin ich vielleicht einmal die Woche. Trotzdem hatte ich die fixe Idee den Halbmarathon in Bremen mitzulaufen. Idealer weise konnte ich auch hier meinen neuen Sponsor vorstellen: Zentrum für Orthopädie und Bewegungsanalyse in Bremen. 

 

Als Triathletin habe ich mich um 9:45 Uhr aufs Mountainbike geschwungen und bin die 24 km von Syke nach Bremen geradelt. Der Start für den Halbmarathon war um 11:25 Uhr angesetzt. Um kurz vor elf stand ich auf dem Bremer Marktplatz, Klamotten abgegeben und ab an die Startlinie. Eigentlich wollte ich locker im 5er Schnitt laufen. Das Training für mehr, war meine Meinung auch gar nicht drin. Ein alter Vereinskollege sprach mich an, ob wir zusammen laufen wollten. Ja klar, aber nicht so schnell, war meine Antwort. Was soll ich sagen, der erste Kilometer war 4:17 Min... Tja und die nächsten fielen nicht viel anders aus. Es tat schon weh, aber es lief doch erstaunlich gut. Gepuscht haben natürlich auch die vielen, vielen Zuschauer, Freunde und Bekannte die an der Strecke standen und das super Wetter. Die letzten Kilometer durch das Weser-Station und auf dem Osterdeich waren nochmal besonders toll. Mit einer unerwarteten Bestzeit von 1:32:53 Stunden überquerte ich die Ziellinie. Superklasse!

Ergebnis: 3. Platz AK / 10. Platz Gesamtwertung

Saisonabschluss in Hannover erfolgreich!

09. Maschesee Triathlon in Hannover - 05.09.2015

Der letzte Triathlon für dieses Jahr fand für mich in Hannover statt. Der Wetterbericht sagte Regen und orkanartigen Wind von über 40 km/h voraus. Sehr schade für den Veranstalter, die Teilnehmer und vor allem für die Zuschauer, die dann doch eher weg bleiben. Das Zeitmanagement hatte ich für diesen Tag etwas knapp kalkuliert, aber pünktlich um 12:30 Uhr schwamm ich an der Startlinie (Wasserstart). Die 1500 m im Maschsee waren OK. Auf dem Rückweg zum Ausstieg kamen von irgendwo auf einmal kleine Wellen, die das Schwimmen etwas erschwerten. Nach 26:18 Min verließ ich den See und es ging auf den Radrundkurs von 6,9 km, der sechs Mal gefahren werden musste. Gleich zu Anfang wurde man von heftigem Seitenwind geschnappt und auch nicht mehr losgelassen. Die Radstrecke empfand ich als nicht besonders attraktiv. Die vielen Bodenwellen zur Geschwindigkeitsregulierung waren schon sehr nervig, dazu kam noch Kopfsteinpflaster. Starkregen erschwerte das Radfahren noch einmal zusätzlich und die niedrigeren Temperaturen ließen die Muskeln leicht krampfen. Nach 41,2 km und einem guten 33iger Schnitt ging es dann wieder in die Wechselzone. In die Laufschuhe und Vollgas. Die Laufstrecke war ebenfalls ein Rundkurs, der viermal durchlaufen werden musste. Die Konkurrenz war immer sichtbar. Nach dem Radfahren befand ich mich auf Platz 6 in der Gesamtwertung. Ich lief mich auf Platz drei hoch und vor mir tauchte Grit Freiwald (erfolgreiche Triathletin vom VFL Wolfsburg) auf. Ich knautschte noch einmal kräftig und bei ca. 9 km hatte ich Sie eingeholt und überholt. Ich hoffte, dass Sie nicht mitzog und ich traute mich nicht mich umzuschauen. Erst einige hundert Meter vorm Ziel drehte ich mich um und erkannte keine Gefahr. Der Zweite Platz war sicher! Ich freute mich über die super Platzierung, den besten Laufsplit (40:28 Min.) und vor allem über eine schönen Saisonabschluss!

Ergebnis: 1. Platz AK / 2. Platz Gesamtwertung

Was für eine lange und erfolgreiche Saison!

25. Oldenburger Bärentriathlon in Bad Zwischenahn - 30.08.2015

Außerirdische in Bad Zwischenahn

Eigentlich war nur noch der Maschsee Triathlon in Hannover geplant gewesen. Als ich jedoch von meinem Vereinskollegen Hans Endl hörte, dass Faris Al-Sultan beim Oldenburger Bärentriathlon teilnehmen würde, änderte sich mein Plan sofort. Schwuppdiwupp war ich angemeldet. Faris ist für mich einer der erfolgreichsten Vorzeigetriathleten Deutschlands. Er präsentiert den Sport schon seit vielen, vielen Jahren auf eine sehr schöne, sympathische Art und Weise .

Um 6:45 Uhr ging es für mich und meinem Vereinskollegen Marcus Sommerfeld auf nach Bad Zwischenahn. Regen und Gewitter waren für den Vormittag angesagt. Das ließ auch nicht lange auf sich warten. Auf der Autobahn schüttete es wie aus Eimern. Blitze und Donner wechselten sich ab. Na das kann ja was werden, dachte ich bei mir. Richtung Bad Zwischenahn wurde es langsam heller und als wir ankamen war es trocken. Die Startunterlagen wurden abgeholt und die Wettkampfzone bereit gemacht. Eine Stunde blieben noch bis zum Start. Faris hatte ich schon entdeckt. Ein Foto musste heute drin sind. Ich näherte mich langsam und fragte ihn, ob ich ein Foto mit ihm machen könnte. „Na klar“ - war seine Antwort. Marcus schoss das Foto und wir wollten uns gerade wieder aufmachen weiter zu gehen. Da meinte Marcus, ob ich ihn da jetzt allein sitzen lassen wollte. Das konnte ich natürlich nicht zulassen. Ich setzte mich spontan neben Faris und wir betrieben etwas Smalltalk. Ich fragte ihn, ob er dieses Jahr wieder nach Hawaii fährt. Nein dieses Jahr nicht, er wollte gern mal auf die Wies´n. Sehr schön, dachte ich bei mir. Als Triathlet das „Leben“ nicht zu vergessen ist manchmal nicht so einfach. Ganze 20 Min. haben wir uns nett unterhalten, bis uns zwei von der Wettkampfleitung unterbrochen haben. Ich wünschte Faris viel Glück, er mir auch und meine Laune für die Wettkampf war auf 1000 % :-).

So und zum Wettkampf. Schwimmen, Radfahren, Laufen. 2. Frau Gesamt! :-))

 

Zu kurz? Naja gut hier noch etwas ausführlicher...

Um 9:45 Uhr war der Start für die olympische Distanz angesetzt. Ein starker Schauer kurz zuvor änderte auch nichts daran. Wichtig war kein Gewitter und dies war zum Glück nicht der Fall. Das Schwimmen empfand ich dieses Mal etwas turbulenter als sonst. Ein Fuß landete auf mein linken Gesichtshälfte und verschob die Schwimmbrille, sodass Wasser rein lief. Kurze Zeit später ein anderer Fuß auf meine rechten Gesichtshälfte und drückte die Brille ordentlich in mein Gesicht. Einmal kurz aufgeregt und weiter geschwommen. Zwei weiße Bojen mussten umschwommen werden. Die weißen Bojen waren aus der Ferne leider sehr schlecht zu erkennen. Ich musste feststellen, dass es nicht nur mir so ging. Das Schwimmfeld war weit auseinander gezogen. Auf dem Rückweg zum Strand konnte man sich wieder etwas besser orientieren und ich schwamm meine Ideallinie. Gute 23:44 Min. habe ich für die 1500 m gebraucht. Schneller Wechsel und ab aufs Rad. 3 Runden mussten in einem Rundkurs gefahren werden. In der ersten Runde war es noch trocken, aber dann fing es wieder an zu regnen. Und nicht wenig, die Straße schwamm. Ich empfand es als gar nicht so schlimm, den der Regen war angenehm warm. In den Kurven war natürlich Vorsicht geboten, aber sonst lief das Radfahren super. Mit einem 34iger Schnitt verließ ich die Radstrecke. Der Regen hatte aufgehört und so konnte man bei strahlendem Sonnenschein auf die Laufstrecke gehen. Ich zog sofort an und begab mich auf die Überholspur. Ich wusste nicht auf welchem Platz ich war. Leider konnte auch kein Führungsrad der ersten Frau ausmachen. Ich raste also vor mich hin. Die vier Runden liefen bis zum Ende gut. Die 800 m mehr (Insgesamt 10,8 km-44:46 Min. ) merkte man aber schon. Im Ziel gab es auch keine Info, auf welchem Platz ich gelandet bin. Erst in den Ergebnislisten viel später war zu erlesen, dass ich zweite Frau geworden bin. Ich hab mich wirklich gefreut aufs Treppchen zu steigen!

Ergebnis: 1. Platz AK / Gesamtwertung 2. Platz

Spontaner Start in Bremen erfolgreich!

4. GEWOBA Triathlon in Bremen - 09.08.2015

Recht spontan habe ich mich beim Gewoba Triathlon in Bremen angemeldet. 2012 habe ich schon einmal teilgenommen und bin damals erste Frau geworden. Auf eine Top 3 Platzierung hoffte ich auch heute. Mal schauen was geht!

 

Geschwommen wurden die 1500 m in zwei Runden im Europahafen. Nach 27:10 Min. verließ ich als vierte Frau das Wasser. Die Wechselzone wurde dieses Jahr direkt ans Wasser verlegt, grundsätzlich nicht schlecht, leider musste man nun das Rad ca. 400 m bis an die Radstrecke schieben. Dann ging es ab aufs Rad und mit Vollgas durch die Überseestadt. Die Strecke war zwar Flach und deshalb schnell, hatte aber einige 90 Grad Kurven und viele Bahnschienenübergänge, die mit Vorsicht zu überfahren waren. Hierbei habe ich einige Zeit verloren. Als dritte Frau mit einer Zeit von 1:09:16 beendete das Radfahren. Leider ist mir dann in der Wechselzone noch ein kleines Malheur passiert. Ich hab mein Rad ca. 50 m an meinem Wechselplatz vorbei geschoben. Erst nach kurzer Info der noch zweiten Frau, bin ich umgedreht und hab so leider teure Sekunden verschenkt. „That's triathlon“ - trotzdem schneller Wechsel und ab auf die Laufstrecke. Es ging in Richtung Schlachte, die zweite Frau habe ich auf der ersten Runde überholt. Die Kai Sachtleber, erste Frau, war sehr weit weg, zu weit weg für die 10 km. Ich kam zwar näher, aber diesmal hat Kai soviel Zeit beim Schwimmen und beim Radfahren gut gemacht, da hatte ich keine Chance. Trotzdem super zufrieden überquerte ich als zweite Frau mit einer Laufzeit von 38.57 Min. die Ziellinie!

Ergebnis: 1. Platz AK / Gesamtwertung 2. Platz

Bestzeiten & Top Platzierung am Silbersee

22. swb Silbersee Triathlon in Stuhr - 26.07.2015

Heimspiel war angesagt! Ich hatte mich wirklich auf den Wettkampf gefreut. Kopf und Körper waren voll auf Wettkampfmodus eingestellt. Der Wettergott Petrus, so schien es, war auch ein Triathlon – Fan. Morgens war es zwar noch sehr kühl, aber als die Sonne raus kam wurde es angenehm warm. Der Wind war schon heftig, aber das kennen wir im Norden ja fast nicht anders. Für mich ging es um 9:25 Uhr an die Startlinie. Wir Olympischen durften am Vormittag noch mit Neoprenanzug schwimmen. Die Sprinter am Nachmittag sind ohne Neo ins Wasser gesprungen. 1500 m in zwei Runden wurden im Silbersee geschwommen. Nach 25:15 Min. verließ ich das Wasser, Neo aus und ab aufs Rad. Von der ersten Minute an habe ich mein Rad ordentlich getreten. Dies ist mir auch sehr gut gelungen. Die Einstellung vom Rad, Kopf und vom Körper haben diesmal gestimmt. Beim Rad musste ich die Woche feststellen, dass mein Sattel in Roth 2 cm runtergerutscht war. Deshalb hatte ich fast die ganzen 180 km Schmerzen im rechten Oberschenkel. Ich kann Euch sagen, das hat mich echt geärgert! Naja wie dem auch sei, jetzt hat alles gepasst. Die Radstrecke war mir gut bekannt, die Anstiege schon viele Male rauf und runter gefahren. Am Ende der 40 km langen Radstrecke stand bei mir auf dem Tacho ein 34iger Schnitt, Top! Radzeit 1:09:45 Std. Auf dem Rad haben mich leider einige Frauen überholt. Für mich hieß es nun in meiner Paradedisziplin so viel es geht wieder einzusammeln. Die 10 Km vergingen wie im Fluge. 4 Runden a' 2,5 km mussten um dem See gelaufen werden. Und bei jeder Runde machte ich Boden gut. An den Wendepunkten hatte ich meine Konkurrentinnen gut im Blick. Insgesamt habe ich beim Laufen 7 Frauen überholt. Auf den letzten Metern gelang es mir sogar Kai Sachtleber von den Oldenburger Bären zu überholen. Laufsplit: 41:03 Min. - Insgesamt 2:19:16 Std. Im Ziel war ich kaputt, aber total glücklich über meinen tollen Wettkampf. I- Tüpfelchen war für mich dann noch der vierte Platz in der Gesamtwertung. Tolles Ergebnis bei der starken Konkurrenz! Ach und nicht zu vergessen Vizelandeslandemeisterin in der Altersklasse.

Ergebnis. AK 2 / Gesamtwertung 4. Platz

Außerdem Vizelandesmeisterin der TW 35

Reine Kopfsache - hart erkämpfte Silbermedaille

31. DATEV Challenge in Roth - 12.07.2015

Ich hatte mich auf die Challenge in Roth gefreut. Ein toller Wettkampf mit enorm vielen Zuschauern. Das wird super! Viele Vereinskollegen waren zur Unterstützung mitgereist. Es konnte nur gut werden. Meine Erwartung waren hoch, nicht unbedingt von der Leistung, sondern eher was der Wettkampf neues für mich zu bieten hatte. Die Tage vor dem Wettkampf waren schon turbulent und ziemlich nervig. Am Mittwoch sind wir angereist und ab da an mussten wir jeden Tag nach Roth einmal um die Startunterlagen abzuholen, ein ander mal um bei der Pastaparty mitzumachen und noch einmal um bei Wettkampfbesprechung  teilzunehmen. Und wenn wir nicht nach Roth gefahren sind ging es nach Hipolstein. Den Schwimmkurs kennen lernen oder zum Radspezialisten Buchstaller, um ein neues Steuerrad einzubauen zu lassen. Defekt am Rad - ja. Durch Zufall hat ein guter Freund mein Steuerlager bemängelt und bei einem kurzen Einblick ins Rad festgestellt, da muss was Neues rein. Dies geschah ein Tag vorm Wettkampf. Meine Stimmung sank von Tag zu Tag in den Keller.

Aber nun zum Wettkampftag: Geschlafen habe ich eigentlich ganz gut, die Nacht war um 4 Uhr zu Ende. Gefrühstückt und ab ins Auto nach Hipolstein zum Schwimmstart. Mein Start war um 6:40 Uhr angesetzt. Zweite Startgruppe nach den Profis. Mit ca. 200 Frauen ging es in den lauwarmen Main-Donau Kanal. Mit mit den paar Frauen zu starten war für mich kein Langdistanzfeeling. Bei meinen vorherigen Langdistanzen bin ich mit 2000 Männern und Frauen auf die Strecke gegangen. Dies bedeutet natürlich am Anfang mehr Stress, aber das gehört für mich dazu. So schwamm man mit reichlich Platz die 3800 m runter. Durch die einfache Schwimmstrecke - vor und zurück - konnte ich eine neue Bestzeit von 1:05 Std. erzielen. Schneller Wechsel und ab aufs Rad. Tja und wenn man mit 200 Frauen los schwimmt, sieht die Radstrecke eben auch so aus. Nachdem man die ersten großen Stimmungsnester hinter sich gelassen hatte, eierte man so allein vor sich hin. Nach ca. zwei Stunden fing ich mich an zu langweilen. Irgendwann kamen dann die schnellen Männer, aber die knallten auch so an einem vorbei. In der zweiten Runde kamen die anderen Startgruppen sowohl Einzelstarter als auch Staffeln dazu und es wurde richtig voll, zu voll. Überholen war schwierig, den die Radschlange vor einem war zu lang, um alle zu überholen. So musste man oft einfach nur hinterher fahren. Den nötigen Wettkampfbiss hatte ich leider verloren und so radelte ich die 180 km in einer nicht schlechten Zeit von 5:40 Std. ab, gern wäre ich etwas schneller gewesen. Zur Laufstrecke kann ich nur sagen : Laaangweilig! Oh man das war echt nur Kopf. So viele Kilometer in die eine Richtung und den gleichen Kram am Kanal wieder zurück. Ich quälte mich unendlich. An drei, vier Verpflegungsstellen musste ich ein paar Schritte gehen, um mich ausreichende mit Cola und Wasser zu versorgen. Ich sehnte mich nach Kilometer 40, um doch wenigstens die letzten Kilometer zu genießen. Aber da ging die Laufstrecke auf einmal über Kopfsteinpflaster und leicht bergauf. Ich dachte ich dreh am Rad. Irgendwie schaffte ich auch das und die letzten Meter ging es dann über den roten, holperigen Teppich ins Ziel. 10:30 hart erkämpfte Stunden. Leider konnte ich den Wettkampf nicht genießen wie sonst, aber so kann es mal laufen. Jetzt ist erst einmal Erholung angesagt! Ich freue mich natürlich über die Platzierung, aber diesmal war es wirklich eine Qual. 

Ergebnis: AK 3 / Gesamtwertung 26.

Außerdem Vizedeutsche Meisterin in der TW 35

Deutsche Meisterin ...

19. Peine Härke Triathlon in Peine - 21.06.2015

Das ist ja ein Ding, Deutsche Meisterin auf der Kurzdistanz! Bisher mein größter Titel, den ich in meiner Triathlonkarriere gewonnen habe. Ich bin stolz auf diese Leistung. 

Aber mal ganz von vorn. Aus ganz Deutschland kamen die Triathleten/innen angereist. Zu den deutschen Meisterschaften in der Triathlon-Kurzdistanz nach Peine. Der Start für meine Alterskasse fiel um 11:10 Uhr. 1500 m mussten im Eixer See geschwommen werden. Bei 21 Grad (fühlte sich kälter an) durfte der Gummianzug selbstverständlich getragen werden. Diesbezüglich war ich nicht nur wegen der geringen Temperatur froh, auch nütze das dicke Gummi als Polster für die extremen Unruhen in der Startphase. In Richtung zweiter Boje zog sich das Feld zum Glück auseinander. Ich konnte gut durchschwimmen und einige Athleten mit langen Zügen überholen. Bei knapp unter 25 Min. blieb die Schwimmzeit stehen und ich verließ das kalte Nass. Dann hieß es einen knackigen Hügel zur ersten Wechselzone zu erklimmen, Neo ab und schnell aufs Rad. Kaum das erste Mal in die Pedale getreten, fiel mir auf, dass mein Tacho nicht wollte. Der Kontakt zum Sensor war gestört. Mist, ich versuchte mit dem Fuß den Defekt zu beheben. Dies gelang mir leider nicht. Ach was, dachte ich mir, es muss auch ohne gehen. Ich trat fleißig in die Pedale und konnte eine Frau in meiner Altersklasse überholen. Auf welchen Platz mich das gebracht hatte, wusste ich jedoch nicht. Nach den 40 km verließ ich die Radstrecke und es ging ab in die Laufschuhe zum abschließenden 10 km - Lauf. Ich zog am Tempo und war gut unterwegs. Die letzte von vier Runden war schon hart, aber die Ziellinie kam immer näher. Mit einer Top Laufzeit von 41.08 Min. durchlief in den Zielbogen in einer Gesamtzeit von 2:20:12 Min. Das tolle Gesamtergebnis erfuhr ich erst von den Ergebnislisten.

Sandra Ehlers TW 35 Platz 1! :-)

Ergebnis: AK 1 / Gesamtwertung 17.

Bestzeit über die Mitteldistanz in Bocholt!

28. Aasee-Triathlon in Bocholt - 14.06.2015

Das Wetter für eine Mitteldistanz war nahezu perfekt. Bewölkt, minimaler Wind und trocken. Die Laune für einen guten Wettkampf war bestens. Der Startschuss fiel pünktlich um 8:15 Uhr. Geschwommen wurden drei Runden in Aasee inklusive zwei Landgängen. Das Schwimmen war diesmal ein ganz schönes gekloppe, in solchen Phasen heißt es dann immer locker bleiben und einfach Schwimmen. Mit einer für mich sehr guten Schwimmzeit von 34:44 Min. ging es ab in die erste Wechselzone. Die Radstrecke verlief einmal quer durchs Industriegebiet und dann auf die für uns komplett abgesperrte B67. Das war wirklich super. Die 90 km wurden in drei Runden absolviert. Der Druck auf der Pedale war diesmal um einiges besser. Mit einem Schnitt von 32,9 km/h konnte ich das Radfahren abschließen. Auf der Laufstrecke hieß es wieder für mich Einsammeln was geht. Drei Frauen konnte ich auf den 20 km überholen und so landete ich am Ende mit eine Laufzeit von 1:27:34 auf Platz vier in der Gesamtwertung. Toller Wettkampf, wirklich sehr zu empfehlen. Nächsten Sonntag gehts nach Peine ...

Ergebnis: 4. Gesamtwertung / 2. Platz AK

 

Erster Leistungscheck in Uelzen

8. O-See-Triathlon in Uelzen - 31.05.2015

Für die Langdistanz in Roth wollte ich mich in diesem Jahr mit zwei Mitteldistanzen vorbereiten. Uelzen und Bocholt hab mich sofort angesprochen. Keine allzu lange Anfahrt, Startgeld im Vergleich zu anderen Veranstaltungen sehr günstig und was mich immer reizt, ein Wettkampf, den ich noch nicht kenne. Die Anreise nach Uelzen haben mein Vereinskollege Marcus Sommerfeld und ich schon am Samstag erledigt. So konnte man auch noch an der sehr umfangreichen, aber auch sehr guten Wettkampfbesprechung und an der Pasta Party teilnehmen.

Start der Mitteldistanz 8:30 Uhr, 1900 m mussten im 15 Grad kalten Oldenstädter See geschwommen werden. Kurz dachte ich mein Gesicht friert ein, aber dann ging es doch ganz gut. Nach der Hälfte musste man das kalte Nass für eine kurzen Langgang verlassen. Nach den 1,9 km (34:42 Min) hätte man sich gern eine Rolltreppe gewünscht, den der Ausstieg trieb einen fast auf allen Vieren hinauf zur ersten Wechselzone. Schneller Wechsel und ab aufs Rad. Die Radstrecke hatte ein welliges Profil und war ziemlich Windanfällig. Leider konnte ich nicht wirklich guten Druck auf die Pedale bringen und bekam nur einen leicht über 30iger Schnitt auf den Tacho. Hier muss noch was getan werden ... . Die Laufstrecke ging 8 x um den Oldenstädter See, für jede Runde bekam man ein Band, so das zum Schluss aussah wie Wolfgang Petry in alten Zeiten :-). Die Laufstrecke war nicht ohne. 2,6 km eine Runde, davon 1 km Asphalt der Rest Wald- und Schotterwege. Ich zog und konnte ein gutes Tempo halten. Mit der Halbmarathonzeit von 1:36:50 und eine Gesamtzeit von 5:07 war ich gut zufrieden. Ich überquerte als 9. Frau Gesamt die Ziellinie. Super Training und tolle Veranstaltung in zwei Wochen geht's nach Bocholt.

Ergebnis: 9. Gesamtwertung / 4. Platz AK