Wettkampfberichte 2012

Wenn noch einer muss, aber dann ist Schluss!

Grafschafter Triathlon Nordhorn - 25.08.2012

Der Bremer Triathlon sollte der Letzte sein. Doch irgendwie kribbelte es doch noch. Ein kleiner Sprint wäre noch schön. Mein Vereinskollege Marcus Sommerfeld erzählte mir von seinem bevorstehenden Schiedsrichtereinsatz in Nordhorn. Ein kurzer Klick auf die Homepage vom Grafschafter Triathlon in Nordhorn und die Strecke, die Anmeldegebühr (15 Euro) und ein neuer Veranstaltungsort, den ich noch nicht kannte, haben mich überzeugt.

Da Marcus wegen seines Einsatzes um einiges früher am Veranstaltungsort sein musste, ging es auch früh auf die Bahn Richtung Nordhorn (liegt ca. 10 km vor Holland). Ankunft: kurz vor elf. Für mich galt es nun 4 Std. tot zu schlagen, den der Start war für 15 Uhr angesetzt.

Ich verbrachte einige Zeit in einem naheliegendem Restaurant bei Mandarinen- schmandkuchen (lecker!) und einer Tasse Tee. Optimale Wettkampfnahrung ;-). So nach und nach verging die Zeit und um kurz vor drei standen wir Sprinter im Neoprenanzug zum Start am Veechter See. Plötzlich aus heiterem Himmel fing es an zu regen und an zu donnern. Der Start musste verschoben werden. Der zweite Anlauf 20 Min. später klappte zum Glück einwandfrei und so stürzten wir uns in die Fluten. Mit einer Schwimmzeit von 8:36 Min. verließ ich als dritte Frau das Wasser. Da die Straße noch sehr nass war, hieß es Vorsicht in den Kurven. Zwei Runden mussten absolviert werden. Vor mir immer noch zwei Frauen, eine davon Kai Sachtleber, eine sehr gute und sehr erfahrende Triathletin, die bei der Athleten - Begrüßung als Favoritin angekündigt wurde. Für mich stand ebenfalls fest, die wirst Du wohl nicht mehr kriegen.

Nach wenigen Laufkilometer schob ich mich vor auf den zweiten Platz. So würde es wohl auch bleiben, strebe aber doch eher die Geschwindigkeit nach vorn an. Ein Passant blieb stehen, schaute auf die Uhr und rief mir zu: „15 Sekunden!“ 15 Sek. zur ersten Frau! Das könnte ich noch schaffen. Und da sah ich sie vor mir, eine weile dauerte es schon, aber dann ca. 1 km vorm Ziel habe ich Kai Sachtleber überholt. Mit gut 30 Sek. Vorsprung überquerte ich zum zweiten Mal in dieser Saison als erste Frau die Ziellinie. Einfach super - ein toller Saisonabschluss!

Ergebnis: 1. Gesamtwertung / 1 AK



Zum Abschluss ein Gesamtsieg!

Gewoba City Triathlon Bremen - 12.08.2012

Recht spontan entschied ich mich für den City Triathlon in Bremen. Eine direkte Vorbereitung für diesen Wettkampf gab es deshalb nicht. Es würde schon irgendwie gehen, die Grundlagen waren da und ich hatte eigentlich nur einen netten Abschluss für die Saison geplant. Am Vortag meldete ich mich also für die olympische Distanz nach. Bei der Anmeldegebühr musste ich doch schlucken, 65 Euro (inkl. 10 Euro Nachmeldegebühr) war schon eine stolzer Betrag.

Der Wettkampftag erwachte mit herrlichem Sonnenschein und einer leicht nordischen Brise. Top Bedingungen für den Veranstalter und den Athlet.

Beim Schwimmen bekam ich die ersten Meter im Kraulschlag einige über den Schädel. :-( Zum Glück wurde es dann aber besser und das Feld zog sich langsam auseinander. 2 Runden mussten im Europahafen geschwommen werden. Nach einer merkwürdigen Schwimmzeit von über 30 Min. kam ich als erste Frau aus dem Wasser.

Die Radstrecke verlief quer durch die Überseestadt. 4 Runden á 10 km mussten absolviert werden. Die Strecke war mit einigen Bahnübergängen und 90 Grad Kurven gespickt. Zwei Damen haben mich auf dem Rad überholt. Für mich jedoch kein Problem, den ich bin mir wohl bewusst, dass das Radfahren nicht meine beste Disziplin ist. Also – alles OK!

Die 10 km lange Laufstrecke (2 x 5 km) verlief direkt an der Schlachte mit einem Wendepunkt. Relativ zügig hatte ich die erste Dame eingeholt. Die zweite war noch einige Meter entfernt. Durch die recht einfach Strecke (hin und zurück) konnte ich sie doch schon sehen. Einige Passanten riefen: ..ja Du hast Sie gleich.. oder ..komm das sieht gut aus. Wow - das spornte mich natürlich an. Und dann war es soweit, kurz vor der letzten Wende hatte ich die erste Frau eingeholt. Im ersten Moment hatte ich noch Angst das sie mitzieht, aber nein sie fiel zurück. Ab nun lief ich hinter dem Führungsfahrrad hinterher. Supergefühl! Die letzten Kilometer waren anstregend und super zugleich! Erster Gesamtsieg der Saison.

Ergebnis: 1. Platz Gesamtwertung / 1 AK

Ahuuuuu ... dem Ruf der Wölfe gefolgt!

19. Silbersee Triathlon Stuhr/Brinkum - 29.07.2012

Einmal im Jahr heulen die Stuhrer Tri-Wölfe auf zum großen Triahtlonspektakel am Silbersee. Selbstverständlich folgte auch ich in diesem Jahr wieder diesem Ruf. Die Athleten und das Publikum wurden vom Organisationsleiter Jan Neubauer und seiner Crew herzlichst am Silbersee in Stuhr begrüßt. Kurze Gedanken vom „Schietwedder“ aus dem letzten Jahr wurden schnell gestrichen und mit den Worten: „Es kann nur besser werden!“ ersetzt. 

Der Schwimmstart war mal wieder sehr kämpferisch. Die Strecke wurde in einem Rundkurs (2x750 m) mit einem kurzen Landgang absolviert. Zum Vorjahr wurde die Schwimmstrecke leicht verändert und versprach in diesem Jahr die genauen 1500 m. Mit einer Zeit von 26:11 Min. verließ ich den Silbersee und es ging ab auf die Radstrecke. Ich versuchte beim Radfahren ein gutes Tempo zu halten, leider klappte dies eher nicht. Ich strampelte und strampelte und kam nicht im gewünschten Tempo voran. Das mich Einer nach dem Anderen überholte, spornte mich leider nicht wirklich an. Ich hoffte auf meine letzte und beste Disziplin. Der Wechsel vom Rad auf den Schuh ging schnell, doch auf den ersten Metern sind mir fast die Oberschenkel geplatzt, ich versuchte so lang wie möglich das Tempo hoch zu halten und konnte am Ende noch drei Plätze gut machen. Kaputt aber doch glücklich überquerte ich als 5. Frau die Ziellinie.

Der Nachmittag wurde genutzt um bei gutem Wetter und netter Atmosphäre die Sprinter- und Volksatlethen bei Kaffee & Kuchen anzufeuern.

Ergebnis: 5. Platz Gesamtwertung / AK 1



Die Weyher Deerns in Northeim

Northeimer Ruhme Triathlon – 21.07.2012

Der letzte Wettkampf der Augath-Wertung fand in Northeim statt. Ein schöner Abschluss sollte es für die Weyher Deerns werden. Mit dabei waren diesmal: Marina, Melanie, Jana, Silke und ich.

Das Wetter war für mich ein außergewöhnlicher Zustand. Es war trocken, sonnig & kaum windig, Umstände, die ich von meinen letzten Wett- kämpfen kaum kannte. Um es mit anderen Worten zu sagen: Top Wettkampfbedingungen!

Der Schwimmstart der Damen verschob sich um ganze 15 Minuten. Leider sind solche langen Verzögerungen schlecht für die nötige Wettkampfanspannung. Dies habe ich besonders bei den ersten 100 m gespürt, meine Beinmuskulatur haben die ersten Meter ganz schön weh getan. 750 m mussten im Northeimer Freizeitsee geschwommen werden. Mit einer Zeit von 12:46Min. verließ ich als fünfte Frau den See. Die Radstrecke war recht einfach gesteckt, 10 km hin – 10 km zurück. Das Profil: leicht wellig. Die Laufstrecke war auch ebenso einfach 2,5 km hin – 2,5 km zurück. Das Gute / Schlechte bei solchen Strecken, man kann gut beobachten was vor einem oder hinter einem passiert. Eine Frau die mich beim Radfahren überholt hatte, konnte ich beim Laufen wieder überholen und so lief ich als fünfte Frau über die Ziellinie. Die Deerns sind in der Tageswertung auf einen guten 6. Platz gelandet, in der Gesamten Tour in diesem Jahr auf Platz 11. Alles Gut alles super! Danke Northeim für diesen schönen Wettkampf!

Ergebnis: Gesamt 5. Platz, AK 1



2. Ironman meiner Triathlonkarriere

Ironman Frankfurt / 08.07.2012

Meinen 2. Ironman wollte ich in Deutschland absolvieren. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Anmeldung vollzogen.

Die Anreise erfolgte am Donnerstag. Zur Begleitungen und Unterstützung waren dieses mal wieder Andreas und neu meine Eltern mit, die dieses Spektakel einmal miterleben sollten. Unsere Unterkunft befand sich direkt in der Stadt. Dies stellte sich im nach hinein als Fehler heraus. Keine freien Parkplätze! Grund dieses Appartement zu buchen war die Nähe zum Römerberg.

Noch am Anreisetag sind wir die Radstrecke mit dem Auto abgefahren und ich musste feststellen, dass mir die Anstiege einigen Respekt verschafft haben. Freitag: lockere Runde mit dem Rad. Samstag: Rad-Beutel (Helm, Gels, Sonnenbrille, Radschuhe) und Lauf-Beutel (Cap, Laufschuhe, Gels) und Rad am Langender Waldsee abgegeben (Schwimmstrecke).

Um 4:40 Uhr klingelte der Wecker am Wettkampfmorgen. Schnell gefrühstückt und ab zum See. Der Startschuss fiel um 7:00 Uhr. Ich hab noch nie so viel gestrampel im Wasser erlebt. Es glich einer Tortur, jeder stellte sich selbst vor und schwamm auch so, in diesem Moment muss man versuchen ruhig zu bleiben. Mit einer für mich tollen Schwimmzeit von 1:06 Std. kam ich aus dem Wasser und just auch in diesem Moment tropfte es auch von oben. Meiner erster Gedanke: NEEEIN! Ich war sofort beim Wettkampf Hannover Limmer: 10 Grad - Dauerregen. Zum Glück nicht ganz so kalt, aber die ersten 85 km fuhr man im Regen und man mag es kaum glauben, aber der Wind blies so kräftig wie direkt an der Küste. In den Kurven und bei den Abfahrten war Vorsicht angesagt. Einige stürzte musste ich mit ansehen. Eine mexikanische Frau lag neben ihrem Fahrrad auf dem Boden und heulte über die Enttäuschung den Wettkampf mit einem Sturz beenden zu müssen. Dies wollte ich selbstverständlich nicht riskieren. In der zweiten Runde kam die Sonne und die blieb für mich auch bis zum Schluss. Mit der Radzeit bin ich eher mäßig zufrieden, aber auf solche Naturgewalten muss man sich eben einstellen und deswegen war es für mich Ok. Beim Laufen hatte ich die ersten 10 km schon ein komisches Gefühl. Vom Kopf wurde mir ganz schwubberich und ich hoffte inständig, dass ich keinen Klappmann vor der Ziellinie machen würde. 1,2,3,4 Runden mussten absolviert werden. Als ich das vierte Band endlich entgegen nehmen durfte war ich überglücklich nun nicht mehr den Rundenweg beschreiten zu müssen sondern den „Roten Teppich“. Beim ersten auftreten des Teppichs und beim Anblick der Ziellinie wird man so von Glücksgefühlen erfasst, dass es einen fast umhaut. Man schwebt quasi ins Ziel. Ich bin super glücklich es wieder einmal geschafft zu haben! - Zeit: 11:16 Std.

Ergebnis: 229. Platz Gesamt, 6. Platz AK

 



6 - 3 Deerns = 3 Weyher Deerns in Peine

16. Peiner Härker Triathlon Peine - 17.06.2012

Keine guten Nachrichten kündigten sich einen Tag vor dem 3. Start der Augath Tour an. Die Anzahl der zum Start angemeldeten Deerns reduzierte sich von 6 auf gerade mal 3 Weyher Deerns (Silvia, Monique und ich). Ein kleiner Druck entsteht da schon. Die ersten drei Damen kommen in die Wertung – unterdem Strich hieß das für uns: alle müssen durchkommen!

Der Wetterbericht kündigte Sonne, Wolken mit kräftigen Wind an und dem war auch so.

Um 10 Uhr schoss der Veranstalter den Schwimmstart für die Damen an. 1500m mussten im Eixer See in einem hochkomplizierten Schwimmkurs absolviert werden. Geradeaus, links an der Boje, quer übers Wasser rechts an der Boje, geradeaus Boje rechts vorbei und wieder quer übers Wasser rechts an Boje vorbei Richtung Zielbogen - Sie haben Ihr erstes Ziel erreicht!

Der Wind auf der Radstrecke machte einem gut zu schaffen. Hin wurde man mit 40km/h geschoben zurück kämpfte man sich mit knapp 30 km/h voran.

Die 10 km Laufstrecke absolvierten wir in einem Rundkurs welcher 4 x durchlaufen werden musste. Auf der Laufstrecke haben wir Deerns uns gegenseitig angefeuert und neben der Strecke haben uns Vereinskollegen und Freunde in Ziel gepuscht, vielen Dank dafür!

Auf der Zielgeraden kam es für mich zu einem ungewollten Zielsprint. Nur wenige Zentimeter lagen zwischen mir und meiner Mitstreiterin. Ich zog an - sie mit - verdammt - zum Glück hatte ich aber wohl doch die längeren Beine und flog vor Ihr über die Ziellinie. Schwein gehabt. ;-)

Ergebnis: 7. Gesamtwertung – 1. Platz AK - Landesmeisterin

 



Triathletin kämpft mit Naturgewalten!

6. Wasserstadt Limmer Triathlon Hannover - 03. Juni 2012

Ein Sonntag, den man lieber zu Hause auf dem Sofa hätte verbringen sollen! Um 8 Uhr ging es mit dem Auto ab Richtung Hannover. Der erste Triathlon dieses Jahres stand für mich an. Noch vorm Schwimmen setzte der Regen ein und hörte auch den ganzen Tag nicht wieder auf. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen bei 10 Grad und Dauerregen einen Triathlon zu absolvieren.

Um 12 Uhr viel der Startschuss. Ich kam gut weg und schwamm mein Ding runter. Noch bei der Wettkampf- besprechung erklärten die Kampfrichter, dass die Schwimmstrecke diesmal genau wäre. Ich konnte dies nicht recht glauben, da meine Schwimmzeit unter 31 Min blieb. Und wenn doch, dann würde ich sagen Top!

So und jetzt kam der blanke Horror, drei Stunden auf dem Rad! Die Beine haben während der Fahrt gezittert, die Hände waren gefroren und jeden Augenblick, hatte man Angst vor einem schönen Krampf. Viele, sehr viele sind Aufgrund der Kälte ausgestiegen. Nach 90 endlosen Radkilometern ging es nun auf die Laufstrecke. Die ersten 5 km habe ich Füße und Hände gar nicht gespürt. Versuchte aber trotzdem soweit das Tempo hoch zu halten. Die erste Runde war gut, ich hab viel überholt und ganz schnelle haben mich überholt ;-). In der zweiten Runde wurde es ruhiger und meine Kandiaten vor mir zum Ransaugen weniger. Naja irgenwie schaffte ich auch die zweite Runde mit einer Laufzeit von 1:38 Std.. Leider würde ich sagen, dass auch dies keine 21 km gewesen waren, auch wenn ich es gerne glauben würde. Nach dem Wettkampf ging es sofort ab unter die warme Dusche und schnell nach Haus. Das ich den dritten Platz belegt habe, konnte ich erst am Abend im Internet feststellen. Ach ja und außerdem bester Laufsplit aller Frauen !! ;-)) Ich freu mich!

Ergebnis: 3. Gesamt!- 2. Platz AK



Marathon immer wieder ein Erlebnis!

27. Haspa Marathon Hamburg - 29. April 2012

Als Vorbereitung für meinen 2. Ironman im Juli hatte ich in diesem Jahr den Hamburg Marathon eingeplant. Das Radtraining musste aufgrund des doch intensiven Lauftrainings etwas ruhen. Ich dachte bei mir: „Step by Step“ würde meinem Körper besser bekommen. Vier Jahre sind nun seit meinem letzten Marathon in Berlin vergangen und ich war gespannt wie es diesmal laufen würde.

Um 6:30 Uhr ging es am Sonntagmorgen Richtung Hamburg. Nach einer entspannten Autofahrt trafen wir um kurz nach 8 Uhr in Hamburg ein. Meine Startunterlagen hatte mir freundlicherweise mein Vereinskollege Marcus Sommerfeld schon am Vortrag besorgt, um mir diese an unserem vereinbarten Treffpunkt zu übergeben. Alles klar, die Toiletten wurden kurz vor Start 12x besucht und dann um 9 Uhr fiel der Startschuss. Die ersten 25 km liefen super, sogar schneller als geplant, dann bekam ich auf einmal starke Knieprobleme. Ich war ganz verwirrt, den beim Training sind diese Schmerzen nie aufgetreten. Ich nahm das Tempo etwas raus und zum Glück lies es sich so besser laufen. Wirklich genießen konnte ich den Lauf leider nicht. Ich bin aber doch froh noch einigermaßen gut durchgekommen zu sein, mit einer Zeit, die auch so geplant war.

So der erste Schritt ist getan, jetzt heißt es ab aufs Rad Richtung Mitteldistanz Hannover Limmer!